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Das Sommerfest der ZU und die abendliche Feier am Samstag, 11. September, am Seemooser Horn müssen kurzfristig abgesagt werden. Hintergrund für die Absage ist der überraschende Tod eines Mitglieds der Universität.
Die ZU bittet bei allen Gästen und Bürgern um Verständnis.
Am Samstag, 11. September 2010 ab 15 Uhr | Einlass ab 14.00 Uhr, Campus am Seemooser Horn
Programm:
14:00 Uhr Einlass – Möglichkeit zum distanzierten Kennenlernen 15:00 Uhr Eröffnungsrede des Sommerfestes | Prof. Dr. Stephan A. Jansen, Präsident 15:30 Uhr Distanzierungs- und Orientierungsmöglichkeit 16:00 Uhr „Mind the gap!“ | Nichts integriert mehr als der Konflikt. (Niklas Luhmann) Integrationsmöglichkeiten | Konversationen & Kontroversen Distanzierungsmöglichkeiten | Kunst & Konzerte 19:30 Uhr Exotische Alltagsverfremdungen | Musik, Tanz & kulinarische Spezialitäten
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Positive Distanz – Über den Mythos der Nähe und mögliche Distanzgewinne.
Mehr Bürgernähe von Politikern. Mehr Kundennähe von Unternehmen. Mehr Publikumsnähe von Intendanten. Das wollen wir doch alle, oder? Was ist mit der Tyrannei der Intimisierung von professionellen Beziehungen, was mit der globalen Gleichmacherei, was mit dem bewußten Verlust an Privatheit durch soziale Netzwerke? Gibt es Grenzen der Grenzüberschreitung? „Man ist den Dingen so nah, daß sie einen gar nichts mehr angehen“, schrieb der Schriftsteller Joseph Roth einmal. Aber man kann ja kaum mehr Abstand nehmen von der grenzenlosen Information. Ist es Zeit für eine Gegenbewegung der Distanzierung, des Weitblickes und der Grenzsetzung? Kann der gelassene und gebotene Abstand zur der „Aktualität“ der „zentralen Probleme“ zu zeitgemäßen und nachhaltigeren Urteilen führen und ein wenig die Angst vor dem Verlust von Präsenz, Sichtkontakt und Augenhöhe nehmen? „Mind the gap! Respektieren wir die Lücken! Erinnern wir uns an jene Sicherheitsabstände, die, anders als die an der Bahnsteigkante, keine zu beachtende Gefahr, sondern eine wahrzunehmende Chance darstellen.
Das Sommerfest 2010 der Zeppelin Universität lädt Sie ein, sich von der naheliegenden, vertrauten, einengender Nähe zu lösen und im Dissens mit Distanz sich einem verfremdenden und neuen Blick zu nähern. Schauen Sie mit uns - verkehrt herum – durch unser Fernrohr auf distanzierte Fragestellungen der Wirtschaft, Kultur und Politik sowie ihrer Organisationen und Interaktionen. Und für die richtige Verfremdung, für etwas „Luft von einem anderem Planeten“ – wie der Komponist Arnold Schönberg sagen würde – sorgen die Künste mit ihren Installationen, Performances und der Musik. Wir freuen uns auf ein Fest der positiven Distanz. Kommen Sie zu uns, aber nicht zu nahe…
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Impressionen vom Sommerfest 2009

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